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Unser Werdegang in Bildern

 

Unsere Firma in über 100 Jahren

 
Kleiner geschichtlicher Abriss

 

Im Jahr 1900 gründete der 21jährige Arno Hentschel, Großvater des heutigen Firmeninhabers in der Florastraße die Galvanik Hentschel. Dieser Handwerksbetrieb war wie alles in Deutschland einen wechselvollen Weg gegangen.
Zwei Weltkriege, Revolution, Inflation, Weltwirtschaftskrise und nach dem "1000jährigen Reich" die Sowjetmacht und die DDR. Das allein ist schon genug, um zu wissen, es war nicht immer leicht für Handwerker.
In dieser Zeit übernahmen dann auch die Söhne, Roland und Rudolf Hentschel den Betrieb. Roland die Trommelbäder in Parterre und Rudolf die stehenden Bäder im Keller.
1980 übergab dann Roland Hentschel seinem Sohn Thomas Hentschel und Rudolf an den zweiten Sohn von Roland, Mathias Hentschel, den Betrieb. Der Betriebseingang war mittlerweile der Jagdweg, weil die Florastraße von Purotex, eine Dresdner Großwäscherei, überbaut wurde.
Kurz nach der Übernahme von Thomas Hentschel begann ich als sein erster Geselle die Arbeit in dieser Firma. Ich hatte einige Gründe, nicht mehr in "volkseigen Betrieben" zu arbeiten. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Bis dahin hatte Thomas nur eine ältere Kollegin, Frau Freitag, vom Vater übernommen. Sie ging später in Rente.
Nach mir kam dann noch der ungelernte Andreas Siebenhaar. Wir drei waren dann einige Jahre das Rückrat der Firma.
In unserer Firma ging es immer sehr kameradschaftlich zu, man kann sagen, wir waren eine große Familie. Man muss wissen, Galvanik war und ist Giftabteilung 1 und man muss besonders sorgfältig umgehen. Wir gaben es hier mit Säuren, Laugen, Zyankali, aber auch mit Kadmium, einem giftigen Schwermetall, und andere Schwermetalle wie Nickel und Chrom zu tun. Deshalb war im Betrieb strikte Arbeitssicherheit einzuhalten. Kein Alkohol, Rauchen oder Essen am Arbeitsplatz. Immer säurefeste Schutzbekleidung, Gummistiefel, Gummihandschuhe und große Gummischürze.
Was besonders interessant war, wir haben immer neben unserer eigentlichen Arbeit auch Hand angelegt, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Verbesserung der Bausubstanz, Reparaturen u. v. a. m.
Und wir feierten auch gemeinsam. Himmelfahrt, in der DDR kein Feiertag, wurde der Betrieb zugeschlossen und wir gingen auf "Herrenpartie". Meist auch mit Mathias und anderen Freunden. Oft dabei ins "Böhmische".
Vorteil war für uns, bei uns gab es keine "Partei", die uns ins Handwerk pfuschte. Auch die Gewerkschaft, in der ja jeder Werktätige automatisch war, war nicht im Betrieb präsent und auch hier, der OGO (Ortsgewerkschaftsorganisation) hatte sich keine "Partei" eingenistet.
Aber es gab auch keine Tarifkämpfe, der Tarifvertrag war uralt und völlig unzureichend. Wir bekamen höchste Lohngruppen und bis 240 % Übererfüllung, um einigermaßen zu verdienen. Typisch für einen Staat, der diktatorisch von einer Partei geführt wird.
Aber wir lebten und wir hatten Arbeit, die uns gefiel.
Mit der Wende änderte sich einiges.
Thomas Hentschel übernahm nach einiger Zeit den Betrieb als Inhaber.
Ich selbst verließ den Betrieb, weil ich mich selbständig machte und eine eigene Firma gründete.
Trotzdem habe ich auch immer wieder mal mit geholfen. So nach der Flutkatastrophe 2002. Oder als Urlaubsvertretung.
Wie es mit dem Betrieb weiter ging, sehen Sie in der folgenden Bilderserie.

Klaus J. Hofmann
Ehem. Geselle und
Webmaster dieser Internetpräsentation.


 

bld01Neubauplänebld02Der Neubau vollendet.bld03Der Eingangbld04Aufgang zur Rampe und Eingangbld05Die Frauenkirchenrosebld06Gebäude sind bewachsen.bld19Ende der Abwasserbehandlungbld20Wir sind am Ende

SIGE by Kubik-Rubik.de

 


(Fotos: Galvanik Hentschel. Sie sind urheberechtlich geschützt. )